Lord Sephyr schrieb am: 28.09.2004

Gollums letzter Schrei hallte durch die schwarzen Felswände des Orodruins. Der Eine Ring jedoch war nicht vernichtet, aber er war zu weit von seinem Herrn entfernt, um diesem seine Kraft zu geben. So schied Sauron nun endgültig dahin, und mit ihm auch alle Ringe, die Celebrimbor durch Saurons leises, stetiges Geflüster geschmiedet.
Und als Galadriel selbst in Lórien sah, wie Nenya an ihrem Finger zu Staub zerfiel, da war ihr traurig ums Herz, denn, so wusste sie, ohne die schützende Macht des Ringes war Lórien dem Untergang geweiht, und doch sah sie, dass nur dieses Opfer den Gefährten zum Sieg gegen Sauron hatte verhelfen können. Ihr ward bald schon offenbar, dass die Zeit der Elben auf Mittelerde für immer verstrichen war, und dass sie mit ihrem Geschlecht nach Aman fahren würde, und dort, fernab von allem, was das neue Zeitalter Mittelerde bescheren würde, mit Ilúvatar selbst von fern die Geschicke jener Welt beeinflussen würde. Traurig sah sie hernieder zu ihren Füßen, wo der Staub des Ringes, den sie so lange getragen hatte, vom Wind davongeweht wurde und sie fühlte dazu verleitet, ihm zu folgen, doch sie wusste, dass sie noch eine Aufgabe zu erfüllen hatte. Und schweren Herzens stieg sie hinab und schickte sich an, Lothlórien unauffällig zu verlassen.